Nikon D70s Knöpfchen: Meßsystemauswahl
Nachdem es im letzten Artikel schon um die Taste für die Belichtungskorrektur ging, habe ich mir heute (Feiertag und so) Zeit für die Taste für die Meßsystemauswahl (des Belichtungsmessers) genommen. Diese liegt direkt links von der Belichtungskorrektur am Auslöser. Die Bedienung ist wie bei Nikon gewohnt: solange die Taste betätigt ist lassen sich die drei Methoden für die Belichtungsmessung mit dem hinteren Einstellrad auswählen.
Die Funktion steht nicht bei den Aufnahmeprogrammen zur Verfügung, dort wird immer die 3D-Color-Matrix Messung verwendet.
Alle Messmethoden erfolgen durch das Objektiv (TTL, Through the Lense). Folgende Methoden stehen zur Auswahl:
(3D-)Color-Matrix Messung
Die Kamera misst mit einem 1005 Pixel RGB Sensor Farbpunkte, zusammen mit Informationen über die Orientierung und das angewählte Fokusfeld kann die Kamera auf ein vermutliches Aufnahmeszenario schließen. Wenn ein Objektiv Abstandsinformationen liefert (D oder G Nikkoren) so wird diese Information ebenfalls in die Belichtungssteuerung einbezogen, man spricht dann von der 3D Matrix Messung (dies ist besonders wichtig bei Blitz Benutzung, dazu später mehr). Mit diesen Informationen schaut die Kamera in einer Referenzdatenbank mit 30.000 Aufnahmen nach, welche Belichtungssteuerung für die aktuelle Situation am wahrscheinlichsten ist.
Für viele Situationen ist diese intelligente und automatische Belichtungssteuerung ausreichend, insbesondere bei Aufnahmen mit normalen Kontrastverhältnissen (Man spricht von einem Normalobjekt wenn das Kontrastverhältnis zwischen 1:32 und 1:64 liegt).
Mittenbetonte Messung
Bei dieser Methode wird ebenfalls durch das Objektiv die Helligkeitswerte über den Belichtungssensor ausgelesen. Allerdings kommt einem Kreis in der Mitte eine deutlich höhere Gewichtung zu. Diese Methode eignet sich gut für eine Objektmessung. Der Durchmesser des Messkreises kann über die Individualfunktion 11 Mittenbetont variiert werden, die Auswahl reicht von 6-12mm, der Default sind die 8mm die auch im Sucherbild als Messkreis eingezeichnet sind.
Spot Messung
Bei der Punktmessung wird selektiv nur eine 2,3mm große Fläche in der Mitte des aktiven AF Messfeldes vermessen. Da hier nur 1% des Sucherbildes in die Messung eingehen kann der Fotograf sehr genau bestimmen welcher Teil des Bildes für die Belichtungsmessung ausschlaggebend ist. Allerdings können bei kontrastreichen Motiven auch große Abweichungen auftreten. Die Spotmessung bietet sich z.B. an, um die Belichtungssituation mittels (18%)-Graukarte zu vermessen und dann zu speichern.
Manuelle Belichtungssteuerung (M-Programm)
Wie bereits bei der Belichtungskorrektur angesprochen wird im Manuellen Belichtungsprogramm keine Belichtungswerte durch die Kamera geregelt. Die gemessene Lichtmenge (mit einer der drei obigen Methoden) dient nur dazu auf der Belichtungsskala einen Anhaltswert anzugeben, ob die manuellen Einstellungen verändert werden müssen.
Konstante Belichtungseinstellungen
Insbesondere bei Matrix Messmethode können die ermittelten Belichtungswerte von Aufnahme zu Aufnahme stark variieren. Wenn Konstanz in der Belichtung gefragt ist (z.B. bei Panoramaaufnahmen bei denen mehrere Aufnahmen übereinandergelegt werden) bietet es sich an entweder mit dem Messwertspeicher zu arbeiten, oder gleich auf das Manuelle Belichtungsprogramm zu gehen.
Wiederherstellung der Werkseinstellungen
Die Messsystemwahltaste ist eine von zwei Tasten markiert mit einem grünen Punkt. Wird die Taste zusammen mit der BKT Taste für drei Sekunden betätigt, so werden für die wichtigsten Aufnahmefunktionen Werkseinstellungen verwendet:
Einzel-AF, mittleres Messfeld, Matrixmessung, keine Programmverschiebung, keine (Blitz)Belichtungskorrektur, keine Belichtungsreihe, Large JPEG Normal mit normaler Optimierung, Auto Weißabgleich, ISO 200.
Bernd's Individualfunktionen
Vermutlich möchten Sie nach der Betätigung "des grünen Punktes" das Bildformat wieder auf JPG Fine oder RAW stellen. Um Aufnahmebereit zu sein lasse ich Auto Weißabgleich und Matrixmessung in der Regel aktiviert, bis ich eine abweichende Aufnahmesituation habe.
Ein Großteil der Individualfunktionen werden durch den Tastengriff nicht auf Grundwerte zurückgestellt, dazu gib es eine eigene Rücksetzfunktion im Menu der Individualfunktionen.
Ich persönlich setze dann folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellungen:
01 Tonsignal: Off
03 Messfeldsteuerung: Einzelfeld
04 AF-Licht: On (Abschalten wenn man nicht stören will)
07 Bildkontrolle: Off (Stromsparen)
08 Gitterlinien: On
17 AF-Messfeld: On (Umschalten wenn Rand erreicht)
Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie: Nikon D70s Knöpfchen. Für jeden Schalter und Schieber an der Nikon D70s wird beschrieben welche Funktionen er hat, wann er einzusetzen ist, und wie er mit anderen Funktionen in Beziehung steht. Das ganze soll die Informationen aus dem Kamera Handbuch aus einem neuen Blickwinkel, auch anfängergeeignet darstellen.
Die Funktion steht nicht bei den Aufnahmeprogrammen zur Verfügung, dort wird immer die 3D-Color-Matrix Messung verwendet.
Alle Messmethoden erfolgen durch das Objektiv (TTL, Through the Lense). Folgende Methoden stehen zur Auswahl:
(3D-)Color-Matrix Messung
Die Kamera misst mit einem 1005 Pixel RGB Sensor Farbpunkte, zusammen mit Informationen über die Orientierung und das angewählte Fokusfeld kann die Kamera auf ein vermutliches Aufnahmeszenario schließen. Wenn ein Objektiv Abstandsinformationen liefert (D oder G Nikkoren) so wird diese Information ebenfalls in die Belichtungssteuerung einbezogen, man spricht dann von der 3D Matrix Messung (dies ist besonders wichtig bei Blitz Benutzung, dazu später mehr). Mit diesen Informationen schaut die Kamera in einer Referenzdatenbank mit 30.000 Aufnahmen nach, welche Belichtungssteuerung für die aktuelle Situation am wahrscheinlichsten ist.
Für viele Situationen ist diese intelligente und automatische Belichtungssteuerung ausreichend, insbesondere bei Aufnahmen mit normalen Kontrastverhältnissen (Man spricht von einem Normalobjekt wenn das Kontrastverhältnis zwischen 1:32 und 1:64 liegt).
Mittenbetonte Messung
Bei dieser Methode wird ebenfalls durch das Objektiv die Helligkeitswerte über den Belichtungssensor ausgelesen. Allerdings kommt einem Kreis in der Mitte eine deutlich höhere Gewichtung zu. Diese Methode eignet sich gut für eine Objektmessung. Der Durchmesser des Messkreises kann über die Individualfunktion 11 Mittenbetont variiert werden, die Auswahl reicht von 6-12mm, der Default sind die 8mm die auch im Sucherbild als Messkreis eingezeichnet sind.
Spot Messung
Bei der Punktmessung wird selektiv nur eine 2,3mm große Fläche in der Mitte des aktiven AF Messfeldes vermessen. Da hier nur 1% des Sucherbildes in die Messung eingehen kann der Fotograf sehr genau bestimmen welcher Teil des Bildes für die Belichtungsmessung ausschlaggebend ist. Allerdings können bei kontrastreichen Motiven auch große Abweichungen auftreten. Die Spotmessung bietet sich z.B. an, um die Belichtungssituation mittels (18%)-Graukarte zu vermessen und dann zu speichern.
Manuelle Belichtungssteuerung (M-Programm)
Wie bereits bei der Belichtungskorrektur angesprochen wird im Manuellen Belichtungsprogramm keine Belichtungswerte durch die Kamera geregelt. Die gemessene Lichtmenge (mit einer der drei obigen Methoden) dient nur dazu auf der Belichtungsskala einen Anhaltswert anzugeben, ob die manuellen Einstellungen verändert werden müssen.
Konstante Belichtungseinstellungen
Insbesondere bei Matrix Messmethode können die ermittelten Belichtungswerte von Aufnahme zu Aufnahme stark variieren. Wenn Konstanz in der Belichtung gefragt ist (z.B. bei Panoramaaufnahmen bei denen mehrere Aufnahmen übereinandergelegt werden) bietet es sich an entweder mit dem Messwertspeicher zu arbeiten, oder gleich auf das Manuelle Belichtungsprogramm zu gehen.
Wiederherstellung der Werkseinstellungen
Die Messsystemwahltaste ist eine von zwei Tasten markiert mit einem grünen Punkt. Wird die Taste zusammen mit der BKT Taste für drei Sekunden betätigt, so werden für die wichtigsten Aufnahmefunktionen Werkseinstellungen verwendet:
Einzel-AF, mittleres Messfeld, Matrixmessung, keine Programmverschiebung, keine (Blitz)Belichtungskorrektur, keine Belichtungsreihe, Large JPEG Normal mit normaler Optimierung, Auto Weißabgleich, ISO 200.
Bernd's Individualfunktionen
Vermutlich möchten Sie nach der Betätigung "des grünen Punktes" das Bildformat wieder auf JPG Fine oder RAW stellen. Um Aufnahmebereit zu sein lasse ich Auto Weißabgleich und Matrixmessung in der Regel aktiviert, bis ich eine abweichende Aufnahmesituation habe.
Ein Großteil der Individualfunktionen werden durch den Tastengriff nicht auf Grundwerte zurückgestellt, dazu gib es eine eigene Rücksetzfunktion im Menu der Individualfunktionen.
Ich persönlich setze dann folgende Einstellungen abweichend von der Werkseinstellungen:
01 Tonsignal: Off
03 Messfeldsteuerung: Einzelfeld
04 AF-Licht: On (Abschalten wenn man nicht stören will)
07 Bildkontrolle: Off (Stromsparen)
08 Gitterlinien: On
17 AF-Messfeld: On (Umschalten wenn Rand erreicht)
Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie: Nikon D70s Knöpfchen. Für jeden Schalter und Schieber an der Nikon D70s wird beschrieben welche Funktionen er hat, wann er einzusetzen ist, und wie er mit anderen Funktionen in Beziehung steht. Das ganze soll die Informationen aus dem Kamera Handbuch aus einem neuen Blickwinkel, auch anfängergeeignet darstellen.
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